Literatour.at: Lesung Thomas Lang: Melville verschwindet (Berlin Verlag, 2026)
Warum soll man Herman Melvilles „Moby Dick“! heute lesen? Bachmannpreisträger Thomas Lang hat diese Frage an eine Figur unserer Zeit delegiert. Sie heißt Meander und steht im Mittelpunkt des jüngsten Romans des Autors. Der Erzähler Meander, ein Mann der Gegenwart, hat einen Lebensbruch erfahren. Beim Räumen des elterlichen Hauses findet und liest er seinen unbeendeten Roman über Herman Melville wieder. In der abenteuerlichen, beinah tragischen Vita des amerikanischen Schriftstellers erkennt Meander die eigenen existenziellen Gefühle und künstlerischen Fragen wieder – oder ist es umgekehrt? Sein gefühltes Scheitern und das Gewinnen einer neuen Autonomie sind dabei Teil eines größeren Bildes von der sich rapide verändernden Gegenwart. Ein Roman über einen Neubeginn, der sich mit dem Lebensweg des Verfassers von Moby-Dick ebenso auseinandersetzt wie mit der härtereichen Gesellschaft in den USA jener Zeit, ihren Verwerfungen und Umbrüchen, die den heute weltberühmten Autor beinah zum Verstummen zwangen.
Die Reihe Literatour.at wird vom Robert Musil Literatur Museum in Kooperation mit dem Katholischen Akademikerverband Kärnten (KAV) durchgeführt.
Link: SAVE THE DATE - 23.06.: Literatour.at: Lesung Thomas Lang: Melville verschwindet (Berlin Verlag, 2026) - Musilmuseum
