SAVE THE DATE - 23.06.: Literatour.at: Lesung Thomas Lang: Melville verschwindet (Berlin Verlag, 2026)

Warum soll man Melville heute lesen? Bachmannpreisträger Thomas Lang hat diese Frage an eine Figur unserer Zeit delegiert. Sie heißt Meander und steht im Mittelpunkt des jüngsten Romans des Autors.

Thomas Lang

Porträt Thomas Lang - Foto (c) Reiner Leist

Zeit: Dienstag, 23. Juni 2026 (Beginn: 20: Uhr)
Ort: Robert Musil Literatur Museum, Bahnhofstr. 50, 9020 Klagenfurt

Die Reihe Literatour.at wird vom Robert Musil Literatur Museum in Kooperation mit dem Katholischen Akademikerverband Kärnten (KAV) durchgeführt.

Moderation: Heimo Strempfl


Melville verschwindet

Über das abenteuerliche Leben des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville und den Stoff, der seine Werke zu Weltliteratur machte. Der Erzähler Meander, ein Mann der Gegenwart, hat einen Lebensbruch erfahren. Beim Räumen des elterlichen Hauses findet und liest er seinen unbeendeten Roman über Herman Melville wieder. In der abenteuerlichen, beinah tragischen Vita des amerikanischen Schriftstellers erkennt Meander die eigenen existenziellen Gefühle und künstlerischen Fragen wieder – oder ist es umgekehrt? Sein gefühltes Scheitern und das Gewinnen einer neuen Autonomie sind dabei Teil eines größeren Bildes von der sich rapide verändernden Gegenwart. Ein Roman über einen Neubeginn, der sich mit dem Lebensweg des Verfassers von Moby-Dick ebenso auseinandersetzt wie mit der härtereichen Gesellschaft in den USA jener Zeit, ihren Verwerfungen und Umbrüchen, die den heute weltberühmten Autor beinah zum Verstummen zwangen.

Melville verschwindet von Thomas Lang | PIPER

 

Thomas Lang

geboren 1967 in Nümbrecht (NRW), lebt in München. 2002 erschien der Roman Than, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Staatsförderpreis und dem Marburger Literaturpreis. 2005 erhielt Lang den Ingeborg-Bachmann-Preis für einen Auszug aus dem Roman Am Seil, der außerdem für den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 nominiert wurde. Als Stipendiat hielt er sich unter anderem in Kanada, Italien (Casa Baldi), den USA (Villa Aurora, Art Omi) und der Schweiz auf. Neben dem fiktionalen Schreiben arbeitet Lang als Redakteur und freier Journalist. Zuletzt erschienen sein Künstlerroman Immer nach Hause über den jungen Hermann Hesse (2016), Freinacht (2019) und Melville verschwindet (2026

thomas lang – t h o m a s l a n g . n e t