Der Gert Jonke-Preis 2025 geht an Ferdinand Schmalz

Nach dem Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt der Dichter Ferdinand Schmalz in Klagenfurt nun auch den Gert Jonke-Preis 2025 für Dramatik.

Ferdinand Schmalz

Der Gert Jonke-Preisträger 2025 ist Ferdinand Schmalz! Foto (c) Dieter Resei

Alle zwei Jahre vergeben die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersse und das Land Kärnten in Kooperation mit der Gert-Jonke-Gesellschaft den mit 15.000 Euro dotierten Gert-Jonke-Preis.

Ausgezeichnet wurde diesmal der Dramatiker und Prosaautor Ferdinand Schmalz, zur Kategorie Dramatik passend im klagenfurter ensemble /  Theater Halle 11. Das von Schmalz verfasste Königinnendrama „Hildensaga“ wurde vor wenigen Tagen vom Rheinischen Landestheater in Neustadt an der Weinstraße aufgeführt: „Helden, Politik, Liebe, Macht, Gewalt: Das Nibelungenlied vereint alles, was ein spektakuläres Epos ausmacht. Ferdinand Schmalz hat es neu erzählt: aus weiblicher Perspektive...“

Gert Jonke-Preis 2025 geht an Ferdinand Schmalz - Klagenfurt
 

Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek: "Die Entscheidung ist genau richtig"

Der Jury teilte Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek folgendes mit: "Die Entscheidung für Ferdinand Schmalz ist genau richtig, er ist ein großartiger Autor, er verdient es wirklich. Auch der Gert Jonke würde sich freuen, ich war sehr mit ihm befreundet, wir haben uns sehr gern gehabt, ihm wäre das so absolut recht, da bin ich mir sicher."

ORF 2 > Kärnten heute
Gert-Jonke-Preis wurde verliehen - Kärnten heute vom 23.03.2025 - ORF ON

ORF III > Kultur heute - Ferdinand Schmalz im Gespräch
Ferdinand Schmalz im Gespräch - Kultur Heute vom 24.03.2025 - ORF ON


Ferdinand SCHMALZ

geboren 1985 in Graz, aufgewachsen in Admont in der Obersteiermark, erhielt gleich mit seinem ersten Theaterstück „am beispiel der butter“ 2013 den Retzhofer Dramapreis und wurde zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt. Sein Stück „jedermann (stirbt)“ wurde am Burgtheater uraufgeführt und mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet. 2017 nahm er an den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil und gewann mit einem Auszug aus „Mein Lieblingstier heißt Winter“ den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2021 erschien sein gleichnamiger Debütroman, der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises sowie auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2021 stand. Ferdinand Schmalz lebt in Wien.

Der Jury gehörten diesmal Karin Bergmann, Direktorin des Wiener Burgtheaters von 2014 bis 2019, Univ-Prof. Dr. Stefan Krammer vom Institut für Germanistik der Universität Wien und der Publizist und Kulturjournalist Heinz Sichrovsky an.

Heinz Sichrovsky über Ferdinand Schmalz > NEWS (27. März 2025)
Spitzentöne: Theater-Großmacht Ferdinand Schmalz gewinnt den Gert-Jonke-Preis


Bei der Preisverleihung interpretierten der Schauspieler Markus Hering, der bereits in zahlreichen Stücken von Gert Jonke Hauptrollen innehatte und seine Kollegin Grischka Voss Texte von Gert Jonke, von Ferdinand Schmalz und von den weiteren nominierten Autorinnen und Autoren, Teresa Dopler, Lisa Wentz und Elfriede Jelinek. Unterstützt wurden sie dabei durch musikalische Improvisationen von Klaus Lippitsch. Für Bearbeitung, Buch und Regie zeichneten Ingrid Ahrer & Martin Polasek von der Gert-Jonke-Gesellschaft verantwortlich.

Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek teilte der Jury zur Entscheidung folgendes mit: „Die Entscheidung für Ferdinand Schmalz ist genau richtig, er ist ein großartiger Autor, er verdient es wirklich. Auch der Gert Jonke würde sich freuen, ich war sehr mit ihm befreundet, wir haben uns sehr gern gehabt, ihm wäre das so absolut recht, da bin ich mir sicher.“

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Gert-Jonke-Preis 2025 für Ferdinand Schmalz


Im Robert Musil Literatur Museum wurde im Anschluss an die Preisverleihung die Ausstellung „Mein Vater war Bahnbeamter“ – 24 Radierungen von Peter Pongratz nach einer Erzählung von Gert Jonke eröffnet,

Peter Pongratz (*1940) zählt zu den herausragendsten zeitgenössischen Künstlern Österreichs. Als Maler, Musiker, Bühnenbildner (u.a. für Stücke von Gert Jonke) und Autor findet er immer wieder zu ganz individuellen und originären Ausdrucksformen.

Künstler:innen » Strabag Kunstforum: Peter Pongratz