Fassade mit Banner des Robert Musil Literaturmuseum in Klagenfurt
{root} - News

NEWS AUS DEM MUSIL MUSEUM

>>> Zum Weiterlesen und Mehrlesen:

http://minthouse.myblog.de/

 

 

LIEBE LESER/INNEN!

Die News aus dem Musil Museum haben folgende Struktur:

An erster Stelle stehen die NEWS AUS DEM MUSIL MUSEUM.

Dann folgt ein Link zum Server des KULTURRAUMS KLAGENFURT mit Informationen über aktuelle Veranstaltungen sowie weitere Links zu Partnern des Musil Museums.

Wie gewohnt informieren wir Sie auch in Zukunft über die VERANSTALTUNGEN DES MUSIL-INSTITUTS sowie über weitere Ereignisse AUS DER WELT DER LITERATUR UND DER KÜNSTE.

Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Die Seite wird übersichtlicher und das erleichtert Ihnen das "Browsen".



 

Leserbrief zum Thema "Lügen in der Politik" und Robert Musil

Ein Leser der Süddeutschen Zeitung macht sich Gedanken über Lügen in der Politik:

"Vielleicht wächst der Wunsch bei immer mehr Menschen, Kontrolle zurück zu gewinnen, zumindest die Illusion zu haben, die überkomplexe Welt könne einfacher gemacht werden. Die Folgen der Aufklärung sind übermäßige Ausdifferenzierungen aller gesellschaftlichen Bereiche mit Hilfe von Wissenschaft und Technik und wachsende Unübersichtlichkeit. Das Internet hat diese weiter gesteigert, weil es die Gleichzeitigkeit unendlich vieler Ereignisse sichtbarer gemacht hat. Zugleich sind für die einzelne Person die Entscheidungsmöglichkeiten und die Verweise auf jeweils andere Möglichkeiten gestiegen; ich vermute, dass diese Kontingenz bei einer wachsenden Anzahl von Menschen reflexartig den Wunsch nach einfachen Lösungen induziert; nach einem, der sagt, wo es lang geht. Lügen bieten einfachere Erklärungen als differenzierte Analysen. Einer, der diesen Zusammenhang bereits vor hundert Jahren in einem großartigen Roman beschrieben hat, ist Robert Musil. "

Hartmut Krauß, Bielefeld - in einem Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung,

vgl. http://www.sueddeutsche.de/kolumne/politik-luegen-sind-einfach-1.3128816



15. bis 18. September 2016: Stadtlesen Klagenfurt. Bibliophiles Highlight mit Anna Baar

15. bis 18. September 2016 StadtLesen

Aller guten Dinge sind acht: Nach sieben Jahren Lesegenusserfolg erweitert sich der Kreis der StadtLeseStädte im Sommer 2016 und bringt Buchlesegenuss zu noch mehr Menschen. Das „Lesewohnzimmer“ auf den schönsten Plätzen der StadtLeseStädte bringt einen Readers Corner, Lesemöbel, einen Genussturm, Kommunikationswürfel aber vor allem rund 3.000 Bücher in die Städte. Es wird zum öffentlichen Schmökern unter freiem Himmel bei freiem Eintritt eingeladen. Stars der Literaturszene „verkomplettieren“ den puren Lesegenuss durch eine moderierte ErzählLesung in vielen Städten! Auch die Lesungen sind ohne Eintritt frei zugänglich.

BIBLIOPHILES HIGHLIGHT

Anna Baar liest

am Donnerstag, dem 15. September um 18.00 Uhr auf dem Neuen Platz

aus „Die Farbe des Granatapfels“

Sommer für Sommer findet ein Mädchen sich fernab seiner österreichischen Heimat auf einer dalmatinischen Insel in der Obhut der Großmutter, nur einen Steinwurf vom Meer entfernt unter dem Blätterdach der Mandelbäume im Lärm der Zikaden… In diesem Roman geht es um Identitätsfindung, Entfremdung, um das Heranwachsen zwischen zwei Kulturen und Kindheitsschauplätzen, nämlich der archaischen Inselwelt in Kroatien und der österreichischen Welt. Es geht auch um die geschlechtliche Identität, um die Widersprüchlichkeit der Erwartungen, Anforderungen und Zumutungen und um die Zugehörigkeit zu Muttersprache und Vatersprache und um die Großmuttersprache. Bei Regen findet die Lesung im Robert Musil Literatur-Museum, Bahnhofstraße 50 statt.

FREITAG, 16. September Integrationslesetag

In jeder Stadt werden Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund dazu eingeladen, in ihrer Muttersprache selbst verfasste Texte zu präsentieren. StadtLesen 2016 wird so zur interkulturellen Bühne der Völkerverständigung

SAMSTAG, 17. September

Lesen nach Herzenslust und Schmökern in über 3000 Büchern von 09.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit

SONNTAG, 18. September Familienlesetag

Sonntag ist der Tag der Familie. So auch bei StadtLesen 2016. An diesem Tag sollen verstärkt Familien das Lesewohnzimmer nutzen. Kinder- und Jugendliteratur ist verstärkt in den Büchertürmen zu finden. Eltern sind dazu eingeladen, vorzulesen /

StadtLesen Ort: Neuer Platz, Klagenfurt am Wörthersee
Zeit: täglich 9.00 bis zum Einbruch der Dunkelheit
Kontakt: www.kulturraum-klagenfurt.at
Weitere Informationen: www.stadtlesen.com
Eintritt frei!



"Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" als Fortsetzungsroman

"Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" ist der erste Roman von Robert Musil und gilt als eines der frühen Hauptwerke der literarischen Moderne. Die Erstausgabe erschien 1906 im Wiener Verlag. Die Tageszeitung "Augsburger Allgemeine" druckt den Roman derzeit in Fortsetzungen ab.

http://www.augsburger-allgemeine.de/



Bis 25. November 2016: Ausstellung: Heinz Bachmann: Ingeborg – Wie ich sie in Rom sah (Musil Museum)

Heinz Bachmann: Ingeborg – Wie ich sie in Rom sah

Die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) und ihr Bruder, der Geophysiker Dr. Heinz Bachmann, standen einander sehr nahe. Auch wenn es in ihrem Erwachsenenleben zwischen den Kontakten immer wieder größere Abstände gegeben hat. Das kann man nicht nur Bachmanns Erzählung „Drei Wege zum See“ aus dem Jahr 1972 entnehmen, in der sich Bruder Heinz als „in vagen Umrissen“ dargestellt sieht. Man sei sich manchmal zuhause in Kärnten begegnet und manchmal auch in Bachmanns Lebensstadt Rom. Dort hat Heinz Bachmann im Jahr 1962, von der Schwester dazu animiert, eine umfangreiche Porträtserie der Schriftstellerin fotografiert. Diese Serie wurde damals dem PIPER Verlag befristet zur weiteren Verfügung übergeben. Die Fotorechte selbst liegen bis heute bei Dr. Bachmann. In der Dokumentation von Ingeborg Bachmanns Leben nimmt diese Serie seither einen bedeutenden Rang ein. Auf Initiative des in Wien lebenden Pädagogen und Psychologen Dr. Walter Pobaschnig wird ein größerer Teil dieser Serie erstmals im Robert-Musil-Literatur-Museum in Klagenfurt zu sehen sein.

Dauer des Literatur-Kunst-Projekts: Bis 25. November 2016; MO-FR 10 bis 17 Uhr

Robert-Musil-Literatur-Museum, Bahnhofstr. 50, 9020 Klagenfurt

Eine Veranstaltung des Robert Musil-Literaturmuseums der Landeshauptstadt Klagenfurt in Kooperation mit dem Robert-Musil-Institut für Literaturforschung und der KELAG.



Brandy Brandstätter: Ingeborg Bachmann – Das neunzigste Jahr. Installation (Musil Museum)

Mit seiner Installation im Robert-Musil-Literatur-Museum schafft der Künstler Brandy Brandstätter einerseits ein neues Bild der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, deren Geburtstag sich 2016 zum 90. Mal jährt, in Bachmanns Geburtsstadt und andererseits öffnet er für das Publikum einen weiten Raum für Interpretationen.

Dies insofern, als Brandstätter das markante, 3 Meter breite und 3.5 Meter hohe Porträt der Künstlerin aus zahlreichen Einzelteilen zusammensetzt. Das „Trägermaterial“ für die, in schwarzer Farbe gehaltene, Abbildung sind weiße Stelen, die auf einem Holzuntergrund montiert sind. Das gibt der Installation mit 1.5 Metern nicht nur eine räumliche „Tiefe“. Die Betrachter haben dadurch auch die Möglichkeit, das Abbild der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

„Man geht, sowie man eine Zeitlang an einem Ort ist, in zu vielen Gestalten, Gerüchtgestalten, um und hat immer weniger Recht, sich auf sich selbst zu berufen“, hält der Erzähler in Ingeborg Bachmanns Erzählung „Das dreißigste Jahr“ fest. Gerade was Bachmann betrifft, gibt es ja nicht wenige „Gerüchtgestalten“ in denen die international renommierte Dichterin erscheint. Die Arbeit von Brandy Brandstätter ist in dieser Hinsicht ein Versuch, diesen Gestalten – im neunzigsten Jahr – entgegenzuwirken, im Sinne der Dichterin ein ganz präzises Bild zu entwerfen und gleichzeitig einen Freiraum zu schaffen, in dem sich jede und jeder sein und ihre eigenes Bachmann-Bild zusammensetzen kann.

BRANDY BRANDSTÄTTER wurde 1949 in Wolfsberg in Kärnten geboren. Seine Bildungswege führten ihn von Sankt Andrä im Lavanttal über Sankt Paul nach Graz, wo er das Studium Grafik-Design absolvierte. In den folgenden Jahren sammelte er weitere Erfahrungen in den Bereichen Glasmalerei (Tirol), Restauration und Schildermalerei, wo er seinem großflächigen Denken gerecht wurde. Brandy Brandstätter ist seit 1973 als Grafik-Designer selbstständig und in Klagenfurt und Hamburg tätig. www.brandy.co.at

Mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch Dr. Karl Schleinzer konnte die Installation „Ingeborg Bachmann – das neunzigste Jahr“ auch real werden.

Dauer des Literatur-Kunst-Projekts: Bis 30. September 2016; MO-FR 10 bis 17 Uhr



14.10.: Literatour.at: Daniel Zipfel: Eine Handvoll Rosinen. Kremayr und Scheriau (Musil Museum)

Zeit: Freitag, 14. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Ort: MUSIL-HAUS, Klagenfurt

Veranstalter: Katholischer Akademikerverband Kärnten und das Musil Museum.

Daniel Zipfel: Eine Handvoll Rosinen (Kremayr und Scheriau, 2015).

Mehr: http://www.danielzipfel.at/

"Eine Handvoll Rosinen"

Ludwig Blum ist ein rechtschaffener Mann. Er glaubt an die Gesetze. An den Staat. An die Gerechtigkeit. Als Fremdenpolizist in Traiskirchen, dem größten Flüchtlingslager Österreichs, leistet er Hilfe, wo er kann und unterlässt sie, wo ihm die Hände gebunden sind. Bis es um die Abschiebung von Aram Khalil geht und im Zuge einer Betreuungskrise hunderte Flüchtlinge auf der Straße schlafen müssen. Da beginnt Ludwig Blum an den Gesetzen zu zweifeln und daran, ob die Welt eine gerechte ist. In diesem Moment begegnet er dem afghanischen Schlepper Nejat Salarzai, der ihm auf brutale Weise eine andere Art der Ordnung vor Augen führt.

Pressestimmen:

„Das richtige Buch für eine konfuse Zeit [...]. Ein sehr beachtliches Romandebüt.“ Christoph Winder, Der Standard

„Wie spannend und leichtfüßig es Zipfel schafft, konkrete Tagespolitik in Literatur zu überführen, ist in der gegenwärtigen Autorenlandschaft durchaus außergewöhnlich.“ Martin Pieper, Radio FM4

„Realistisch und aufwühlend, durch die aktuelle Flüchtlingskrise zugleich erdrückend [...]. Ohne Übertreibung lässt sich sagen: Dieses Buch musste dringend geschrieben werden.“ Juliane Fischer, Die Presse

Daniel ZIPFEL

wurde 1983 in Freiburg geboren. Er wuchs in Wien auf, wo er 2007 sein rechtswissenschaftliches Studium abschloss. Im selben Jahr wurde auch seine erste Kurzgeschichte publiziert. Seit 2008 arbeitet er als Jurist im Flüchtlingsbereich und veröffentlicht literarische Texte in Zeitschriften und Anthologien. Er ist Absolvent des Instituts für Narrative Kunst und Mitglied der Grazer Autorenversammlung. Daniel Zipfel lebt in Wien


.

Lesereihe: Literatour.at im Herbst 2016

Es lesen: Daniel Zipfel (14. Oktober), Thomas Lang (Spätherbst 2016)

Zum 17. Mal führt der Katholische Akademikerverband gemeinsam mit dem Musilmuseum die Reihe Literatour.at durch. Insgesamt 68 Autorinnen und Autoren habe bis jetzt im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe ihr Arbeiten und Schreiben vorgestellt. Sehr oft sind es junge Talente, die schon am Klagenfurter Literaturkurs teilgenommen haben.

„Der Katholische Akademikerverband (KAV) als Veranstaltungspartner ist sehr stolz auf diesen Akzent in der Schreibkulturszene: Gilt es doch in der Literatur, ähnlich wie im Glauben, stets „den Vorhang der Pupille…“ aufzuweiten, um andere als alltägliche und banale Bilder zu sehen; und diese dann im Herzen zu behalten. Diesen gemeinsamen Nenner kann eine kirchliche Organisation mit dem Musilmuseum ohne weiteres teilen und weiter so konsequent Jahr für Jahr mit 4 AutorInnen fortsetzen.“ Wilfried Hude (KAV)

„Dass Daniel Zipfel nicht nur Autor ist, sondern als Jurist in der Asylrechtsberatung einer großen NGO arbeitet, merkt man seinem ersten Roman „Eine Handvoll Rosinen“ an – und zwar durchaus positiv. Der Mann weiß, wovon er schreibt. Die Geschichte vom Fremdenpolizisten Ludwig Blum ist rund um den Jahreswechsel 2003/2004 in Traiskirchen ansiedelt. Und doch sind gewisse Details und Wendungen so aktuell, dass man meinen könnte, Daniel Zipfel hätte die aktuellsten Entwicklungen inklusive Transporter mit toten Flüchtlingen im Frachtraum schon zu Literatur gemacht, bevor sie passiert sind. „Der Roman zur Stunde“, hier passt das wirklich“, so Martin Pieper (FM4.ORF.at). Am 14. Oktober 2016 wird Zipfel das Buch im Rahmen der Reihe Literatour.at vorstellen.

Beschließen wird die Reihe Thomas Lang, der Bachmannpreisträger des Jahres 2005. Er hat einen Aufenthalt „Chretzeturm“ in Stein am Rhein in der Schweiz dazu genutzt, um sich eingehend mit dem Schriftsteller Hermann Hesse zu beschäftigen.

"Immer nach Hause"

Hermann Hesse ist Ende zwanzig und bereits für sein Frühwerk berühmt, als er sich mit seiner neun Jahre älteren Frau Mia Bernoulli in ein abgelegenes Dorf am Bodensee zurückzieht. Hier lassen sie sich ein Haus im Reformstil bauen, versuchen sich als Selbstversorger, gründen eine Familie. Doch je mehr sich der Schriftsteller von der Welt abgeschnitten fühlt, desto mehr wächst die Unzufriedenheit. Literarisch will ihm bald kaum noch etwas gelingen, er sieht sich in einer Schaffenskrise und beginnt, an allem zu zweifeln – ein Wesenszug, der den ewig suchenden Künstler und Menschen Hesse Zeit seines Lebens begleiten wird. Lebendig und kenntnisreich, atmosphärisch und mit unvergesslichen Figuren erzählt der vielfach ausgezeichnete Autor Thomas Lang von einer ebenso problematischen wie faszinierenden Lebensphase jenes Schriftstellers, der später mit dem Literaturnobelpreis zu Weltruhm gelangte und zum Liebling ganzer Lesergenerationen avancierte. Thomas Lang: Immer nach Hause. Roman. Berlin Verlag.

Mehr: https://www.piper.de/buecher/immer-nach-hause-isbn-978-3-8270-7898-8-ebook

http://www.literatour.at/



Bis 04.09.2016: Ausstellung > Arnold Clementschitsch 1887–1970 (MMKK)

ARNOLD CLEMENTSCHITSCH 1887–1970

Arnold Clementschitsch (1887−1970) studiert ab 1909 an den Akademien der bildenden Künste in Wien und ab 1911 in München, wo er mit der Avantgarde-Bewegung „Der Blaue Reiter“ in Kontakt kommt. 1913 heiratet er die Münchner Malerin Maria Bauernschmidt, im selben Jahr wird das einzige Kind, Arnold, geboren. 1915−18 befindet sich Clementschitsch im Kriegsdienst; danach pendelt er zwischen den Wohnsitzen am Ossiacher See und Wien. Es entstehen prägende Freundschaften mit den Malern Herbert Boeckl und Felix Esterl, später mit dem Schriftsteller Michael Guttenbrunner. Clementschitsch fällt bereits 1920 bei seiner ersten Kollektive in der Wiener Secession mit einzigartigen Straßenbildern auf, 1928 ist er in Barcelona bei der Weltausstellung vertreten und 1932 auf der Biennale in Venedig. Nach dem Zweiten Weltkrieg zählt der Maler zu den Mitbegründern des Kärntner Landesinstitutes für bildende Kunst, das er bis 1947 leitet. Zu seinen Schülern gehören u. a. Kurt Schmidt und Hans Staudacher. Der Künstler ist Träger des Großen österreichischen Staatspreises und auch als Verfasser literarischer Bücher und Schriften bekannt. Sein umfangreiches bildnerisches Œuvre, das sich über sechs Jahrzehnte entwickelt hat, gliedert sich in Porträts, Akte, Landschaften, Straßenszenen und Pferdebilder, die auch in der Ausstellung vertreten sind. Arnold Clementschitsch nimmt als Maler im österreichischen Kontext die Position eines Einzelgängers ein. Sein künstlerisches Werk, in dem er gezielt Elemente des Impressionismus oder Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit variiert, weist ihn als durchaus zeitgemäß aus.

Auf Basis der Dissertation von Leonore Lukeschitsch und in Kooperation mit dem Museum des Nötscher Kreises (wo eine korrespondierende Ausstellung gezeigt wird) sowie umfangreicher neuer Recherchen und Archivmaterialien wurde ein wissenschaftliches Werkverzeichnis erstellt, das um die 900 malerische Arbeiten dokumentiert. Dieses erscheint in einem ausstellungsbegleitenden monografischen Buch mit Textbeiträgen von Matthias Boeckl, Rosemarie Burgstaller, Sigrid Diewald, Martina Gabriel, Leonore Lukeschitsch, Heimo Strempfl und Christine Wetzlinger-Grundnig.

Ausstellung | Exhibition 7. April bis 4. September 2016 | 7 April to 4 September 2016

Museum Moderner Kunst Kärnten, Burggasse 8, 9021 Klagenfurt am Wörthersee, Austria · www.mmkk.at, T: +43(0)50.536.16252 · Di–So 10–18 Uhr · Do 10–20 Uhr |

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Korrespondierende Ausstellungen bzw. Veranstaltungen:

> Kunstraum Villach: GRAFIK ∼ ARNOLD CLEMENTSCHITSCH
NNAusstellungsdauer: 10. April bis 9. Oktober 2016 > DO - SO von 14 - 18 Uhr
Kunstraum Villach, Hofwirtpassage, Hauptplatz 10, 9500 Villach

> Museum des Nötscher Kreises: POSITIONEN. ARNOLD CLEMENTSCHITSCH und der NÖTSCHER KREIS
Ausstellungsdauer: 11. April bis 30. Oktober 2016 | Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 14 – 18 Uhr
Museum des Nötscher Kreises | Haus Wiegele Nr. 39 | 9611 Nötsch im Gailtal

Sharon Dodua Otoo gewinnt den Bachmann-Preis 2016 > #tddl16

Preisträger der 40. Tage der deutschsprachigen Literatur 2016

INGEBORG-BACHMANN-PREIS
€ 25.000,--

Sharon Dodua Otoo

Herr Gröttrup setzt sich hin

Vorgeschlagen von Sandra Kegel

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KELAG-PREIS
€ 10.000,--

Dieter Zwicky

Los Alamos ist winzig

Vorgeschlagen von Juri Steiner

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3sat - PREIS
€ 7.500,--

Julia Wolf

Walter Nowak bleibt liegen (Romanauszug)

Vorgeschlagen von Hubert Winkels

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BKS-BANK-PUBLIKUMSPREIS
€ 7.000,--

Stefanie Sargnagel

Penne vom Kika

Vorgeschlagen von Sandra Kegel

Mehr: http://orf.at/stories/2347910/



Tabula rasa – 40 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis“ @3sat Mediathek

3sat > Mediathek

Tabula Rasa

Ingeborg Bachmann und das große Wettlesen in Klagenfurt: Die Dokumentation "Tabula Rasa" wirft im 40. Jubiläumsjahr einen Blick hinter die Kulissen der "Tage der deutschsprachigen Literatur". Zu Wort kommen - neben Literaturexperten - auch Zeitzeugen Ingeborg Bachmanns, die heuer 90 Jahre geworden wäre.

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=59837


„Tabula rasa – 40 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis“ (3. Juli 2016, ab 10.15 Uhr)

Am 25. Juni 2016 wäre Ingeborg Bachmann 90 Jahre alt geworden. Der nach ihr benannte „Ingeborg-Bachmann-Preis“ wird im Rahmen der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ heuer zum 40. Mal vergeben und führt die wichtigsten Vertreter/innen der deutschsprachigen Literaturszene wieder nach Klagenfurt. Mehr als Anlass genug für eine Bestandsaufnahme: Welche Bedeutung hat das sogenannte „Klagenfurter Wettlesen“ in seinem 40. Jahr für das literarische Leben? Wie kam der Wettbewerb eigentlich zu seinem Namen? Sind die vielzitierten, über Erfolg und Misserfolg entscheidenden „Mechanismen des Wettbewerbes“ Realität? Wie sieht das erste Jahr eines frischgekürten „Bachmannpreis“-Gewinners aus? Und womit vertreiben sich die Insassen des „Raumschiffs Literatur“ die Zeit, wenn im ORF-Theater die Lichter und Kameras ausgegangen sind? Barbara Frank versucht in ihrem Film diesen und anderen Fragen auf den Grund zu gehen und wirft dabei einen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten Literaturpreise im deutschen Sprachraum. Sichtbar wird, was sich während des Wettbewerbs den Augen der Fernsehöffentlichkeit entzieht und zum Gelingen der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ beiträgt. Zu Wort kommen Autoren, Juroren, Kritiker, Organisatoren und Fans sowie Menschen, die Interessantes über die Anfänge des Wettbewerbes zu berichten wissen.



KleineZeitung.at: Kärntnerin des Tages > Valerie Fritsch

KleineZeitung.at: Kärntnerin des Tages

Sie übersetzt die Welt in Buchstaben Valerie Fritsch (27) kehrt als Klagenfurter Stadtschreiberin auch zu ihren Wurzeln zurück

Von Marianne Fischer

Fritsch hat "zu Ingeborg Bachmann ein besonderes Naheverhältnis (...) Das verdankt sie ihrer Mutter, die ein "großer Fan ihrer Lyrik ist". Und so ist Fritsch mit den Gedichten von Bachmann im wahrsten Sinne des Wortes aufgewachsen".

http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/kaerntnerdestages/5003217/Kaerntnerin-des-Tages_Sie-ubersetzt-die-Welt-in-Buchstaben



Ausstellung BACHMANN & CELAN. ZEIT DES HOLUNDERS (Universitätsbibliothek Klagenfurt)

In der Reihe KOSTBARKEITEN AUS DER BIBLIOTHEK

Universitätsbibliothek Klagenfurt, Zeitschriften-Lesesaal, Ebene 2, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Vorgestellt wird ein exquisites Künstlerbuch mit Gedichten von Ingeborg Bachmann und Paul Celan, zusammengestellt und mit drei Originalgraphiken versehen von der deutschen Buch- und Objektkünstlerin Petra Maria Lorenz (geb. 1958).

Anke Bosse, die Leiterin des Musil-Institutes, spricht über die „wahrscheinlich größte und unglücklichste Dichterliebe des 20. Jahrhunderts“ (Iris Radisch, Die Zeit, 28.4.2016).

Im Anschluss wird das Kärntner Schriftstellerpaar Simone Schönett & Harald Schwinger einige der Gedichte aus der Mappe vortragen.

Die Sommerausstellung der Reihe „Kostbarkeiten aus der Bibliothek“ versteht sich als ein Beitrag der Universität Klagenfurt zum 90. Geburtstag von Ingeborg Bachmann.

Öffnungszeiten der Bibliothek: Montag – Donnerstag 8.30 – 19.00 Uhr, Freitag 8.30 – 18.00 Uhr, Samstag 8.30 – 13.00 Uhr

Laufendes Programm und elektronischer Ausstellungskatalog: www.aau.at/ub



Er war uns allen ein Geschenk – Ein Abend in memoriam Fabjan Hafner (Klagenfurter Dom)

Kärnten heute am 9. Juni 2016

Gedenkveranstaltung für Fabjan Hafner

Fabjan Hafner hätte gestern seinen 50. Geburtstag gefeiert. Im Klagenfurter Dom gab es eine Gedenkveranstaltung für den kürzlich verstorbenen Lyriker und Literaturwissenschaftler.

http://kaernten.orf.at/studio/stories/2501028/


Gedenken an Fabjan Hafner / Sendung: Kärnten heute vom 09.06.2016 um 19.00 Uhr [ verfügbar bis zum 15.06.2016 ]

http://tvthek.orf.at/program/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/12922075/Gedenken-an-Fabjan-Hafner/12926265


Bil je darilo za vse nas. Večer v spomin Fabjanu Hafnerju

Das Musil-Institut lädt Sie ein, am 8. Juni 2016 Fabjan Hafners mit Lesungen und Musik gemeinsam zu gedenken. Er wäre an diesem Tag 50 Jahre alt geworden.

Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt frei
Ort: KLAGENFURTER DOM

Mit Beiträgen von Anna Baar, Christoph W. Bauer, Alois Brandstetter, Antonio Fian, Peter Handke, Gustav Januš, Dietmar Pickl, Josef K. Uhl, Josef Winkler u.v.a.

Musik: Janez Gregorič, Carinthian Saxophon Quartett, Walter Auer, Gabriel Lipuš

Wie oft begegnet uns ein Mensch, der sein profundes Wissen so großzügig und heiter mit uns teilt? Der uns mit seiner Begeisterung und Eloquenz einnimmt und mitnimmt? Fabjan Hafner war ein solcher einzigartiger Mensch. Er war uns allen ein Geschenk. Er war ein Multitalent: Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Übersetzer, Editor. Als Kärntner Slowene wechselte er virtuos zwischen Deutsch und Slowenisch, übersetzte zwischen beiden Literaturen, schrieb in beiden Sprachen. Er war ein glänzender Brückenbauer. Eine Veranstaltung mit Fabjan Hafner – immer ein wunderbares Erlebnis! Nun hinterlässt er eine entsetzliche Lücke. Wir sind bestürzt und unendlich traurig. Wir trauern mit seiner Familie und mit den vielen, vielen Menschen, die ihn schätzten und weiter schätzen werden. Die Welt ist nun eine andere, so viel ärmere. Nur eines ist gewiss: Es ist sein Vermächtnis, dass wir weitermachen. Mit Literatur und Musik, für die er sein Herzblut gab. Dies wollen wir mit Ihnen gemeinsam tun und Fabjan Hafners gedenken. Am 8. Juni 2016 – und nicht nur an diesem Tag.



KELAGerlesen: Valerie Fritsch: Winters Garten. Suhrkamp, 2015 (Musil Museum)

Donnerstag, 02. Juni 2016
Robert-Musil-Literatur-Museum, Bahnhofstr. 50, 9020 Klagenfurt

KELAGerlesen

Valerie FRITSCH
„Winters Garten“. Roman (Suhrkamp Verlag, 2015)
Lesung 19.30 Uhr

Ein Narr, wer nichts von Abschieden weiß

Winters Garten, so heißt die idyllische Kolonie jenseits der Stadt, in der alles üppig wächst und gedeiht, die Pflanzen wie die Tiere, in der die Alten abends geigend auf der Veranda sitzen, die Eltern ihre Säuglinge wiegen und die Hofhunde den Kindern das Blut von den aufgeschlagenen Knien lecken. Winters Garten, das ist der Sehnsuchtsort, an den der Vogelzüchter Anton mit seiner Frau Frederike nach Jahren in der Stadt zurückkehrt, als alles in Bewegung gerät und sich wandelt: die Häuser und Straßenzüge verfallen, die wilden Tiere in die Vorgärten und Hinterhöfe eindringen und der Schlaf der Menschen schwer ist von Träumen, in denen das Leben, wie sie es bisher kannten, aufhört zu existieren. Sprachmächtig und in sinnlichen Bildern erzählt die junge österreichische Autorin Valerie Fritsch von einer Welt aus den Fugen. Und von zwei Menschen, die sich unsterblich ineinander verlieben, als die Gegenwart nichts mehr verspricht und die Zukunft womöglich ein Traum bleiben muss.

»Da kann man Gift oder Gegengift drauf nehmen, ich bin mir sicher, dass mit Valerie Fritsch ein Prosatalent in der österreichischen Gegenwartsliteratur aufgetaucht ist, von dem man noch viel hören wird.« Josef Winkler

Valerie FRITSCH
Geb. 89 in Graz. Zahlreiche Preise und Literatur-Stipendien, zuletzt den Peter Rosegger Preis, sowie den kelag und Publikumspreis der Tage der deutschsprachigen Literatur 2015. Reisen rund um die Welt von Afrika bis in den wilden Osten. Valerie Fritsch ist Schriftstellerin, Photokünstlerin und Reisende. Ihr neuer Roman Winters Garten ist 2015 bei Suhrkamp erschienen.

Im Anschluss an die Lesung führt a.o.Univ.Prof. Dr. Arno Rußegger vom Institut für Germanistik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ein Gespräch mit der Autorin.

Mehr zu Valerie Fritsch finden Sie auf der folgenden Website: http://valeriefritsch.at/

Veranstalter: Musil Museum in Kooperation mit der KELAG.



Das Musil-Haus trauert um Fabjan Hafner – die Welt ist eine andere

Wie oft begegnet uns ein Mensch, in dem sich profundes Wissen mit der Fähigkeit verbindet, es großzügig, heiter und leicht mit uns zu teilen? Ein Mensch, der mit einer einzigartigen Mischung aus Engagement, Erfahrung und Eloquenz uns einnehmen und mitnehmen kann? Auch dahin, wo es komplex wird, etwa in die Literatur? Uns überraschen und begeistern?

Fabjan Hafner war ein solcher Mensch, er war uns allen ein Geschenk – und die Literatur war ihm eine Herzensangelegenheit.

Fabjan Hafner war ein Multitalent – Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Übersetzer, Editor. Als Kärntner Slowene wechselte er virtuos zwischen Deutsch und Slowenisch, übersetzte zwischen beiden Literaturen, schrieb in beiden Sprachen – als Schriftsteller und als Wissenschaftler. Er förderte, übersetzte, schrieb über slowenischsprachige Autoren wie Gustav Januš, Florjan Lipuš und viele mehr. Er war – seit Langem – anerkannter Handke-Spezialist und Handke-Freund. Zuletzt arbeitete er über Christine Lavant, vor allem als Editor ihrer Gedichte, auch der zu ihren Lebzeiten unveröffentlichten.

Es sind dies nur wenige Beispiele. Denn Fabjan Hafner hat über 180 Publikationen vorgelegt. Und war mehrfach preisgekrönt: Petrarca-Übersetzer-Preis, Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik und Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung.

Fabjan Hafner war als Lehrender bei den Studierenden und KollegInnen der Alpen-Adria-Universität geschätzt und beliebt. Vor allem aber hat er, zu unser aller Freude, das Publikum des Musil-Instituts für sich eingenommen. Eine Veranstaltung mit Fabjan Hafner – immer ein wunderbares Erlebnis!

Nun hinterlässt er eine entsetzliche Lücke – nicht nur am Musil-Institut, wo er seit 1998 wirkte.

Wir hier am Musil-Institut sind bestürzt und unendlich traurig. Wir trauern mit seiner Familie und mit den vielen, vielen Menschen, die ihn schätzten und weiter schätzen werden.

Doch die Welt ist eine andere, so viel ärmere. Denn Fabjan Hafner ist nicht mehr.

Anke Bosse
Mit Edith Bernhofer, Walter Fanta, Elmar Lenhart und Angelika Rossak

Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Heimo Strempfl, Ulrike Delclos, Nadine Stelzl

Robert-Musil-Literatur-Museum

Zu Ehren Fabjan Hafners richtet das Musil-Institut am 8. Juni 2016 – es wäre sein 50. Geburtstag gewesen – eine Gedenkveranstaltung aus. Im Musil-Institut liegt vom 11. bis 19. Mai ein Kondolenzbuch aus (Klagenfurt, Bahnhofstr. 50, 1. Stock).



KELAGerlesen: Ludwig Laher: Was hält mich. Gedichte. Wallstein Verlag (Musil Museum)

Veranstalter: Musil Museum in Kooperation mit der KELAG.

Zeit: Mittwoch, 11. Mai 2016, Beginn: 19.30 Uhr
Ort: MUSIL-HAUS, Klagenfurt

Ludwig Laher: Was hält mich. Gedichte. Wallstein Verlag

http://www.wallstein-verlag.de/9783835317383-ludwig-laher-was-haelt-mich.html


„Was hält mich“

Lahers Gedichte unternehmen Denkbewegungen. Sie sind ausbalancierte Momentaufnahmen, halten die Dauer fest und die Veränderung. Neben seinen Romanen hat Ludwig Laher immer Gedichte geschrieben; vielleicht als eine Art Gegengewicht zum strengen, oft dem Dokumentarischen nahen Erzählen. In seinen Gedichten nimmt er die Sprache beim Wort und ihre Bestandteile auseinander, dreht sie und verdreht sie und macht so immer neue unerwartete Sinnschichten sichtbar. Kurz und konzentriert sind die meisten Gedichte, (Selbst-)Vergewisserungen, (Selbst-)Infragestellungen, Einladungen zu gemeinsamem Nachdenken und Nachspüren. wir spielen auf zeit lösen probleme auf geduldigem papier wo ein schlagwort wie geschmiert das andere gibt und die rechnungen auf den wirt gehen oder aufgehen ohne den wirt

Ludwig LAHER
geb. 1955, studierte in Salzburg Germanistik, Anglistik und klassische Philologie. Ab 1979 arbeitete er als Lehrer, Übersetzer und Autor von Romanen, Erzählungen, Lyrik, Essays, Hörspielen, Drehbüchern. Seit 1998 hauptberuflich freier Schriftsteller, lebt Laher in St. Pantaleon und Wien. Übersetzungen seiner Bücher erschienen auf Englisch, Französisch, Japanisch, Kroatisch, Spanisch. Laher erhielt zahlreiche Literaturpreise; 2011 wurde er für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschienen von ihm die Romane »Herzfleischentartung« (Tb 2009), »Einleben« (2009) und »Verfahren« (2011) sowie der Prosaband »Kein Schluß geht nicht« (2012). Ludwig Laher ist ein »zeitgeschichtlicher Cicerone«. Christiane Zintzen, Neue Zürcher Zeitung

Mehr zu Ludwig Laher auf: www.ludwig-laher.com



Literatour.at: Sandra Weihs (Musil Museum)

Zeit: Dienstag, 3. Mai 2016, 19.30 Uhr
Ort: MUSIL-HAUS, Klagenfurt

Veranstalter: Katholischer Akademikerverband Kärnten und das Musil Museum.

Sandra Weihs: Das grenzenlose Und (Frankfurter Verlagsanstalt, 2015).

Mehr: http://frankfurter-verlagsanstalt.de/frames/fva_a_frs_autoren.html

Das grenzenlose Und

Marie, achtzehn Jahre alt, von der Welt enttäuscht, gehört nicht in dieses Leben. Sie hasst die Abende in der Wohngemeinschaft, an denen die Betreuerin die Mädchen an den Tisch der Gleichberechtigung lockt. Schlimmer noch ist die Psychiatrie, dahin will sie auf keinen Fall zurück. Und so stimmt sie dem Kuhhandel zu, den ihr Therapeut vorschlägt: Er sorgt dafür, dass sie nicht wieder in die Geschlossene kommt, sie dagegen verspricht, ihren Plan, sich das Leben zu nehmen, auf Eis zu legen – mindestens für ein Jahr. Bei einer Therapiesitzung trifft sie auf Emanuel, und obwohl sie Gleichaltrige aus Prinzip für notgeile Idioten hält, und auf die Gefahr hin, dass sie es mit einem Psychopathen, Narzisst oder – noch schlimmer – Burn-out-Kandidaten zu tun hat, lässt sie sich auf ihn ein. Und beide legen die Karten auf den Tisch, erzählen sich von ihren Gestörtheiten, sogar den geplanten Selbstmord erwähnt Marie. Sie treffen eine Verabredung, die für beide anders ausgeht als erwartet.

Sandra Weihs’ Romandebüt ist einfühlsam, tiefdüster und hochkomisch, eine Mischung, die nur selten gelingt, dann aber einen Zauber entfaltet, dem man sich schwerlich entziehen kann. In Das grenzenlose Und begegnet der Leser hoffnungslos charmanten Charakteren und einer unerhörten Geschichte um Leben und Tod, die traurig, glücklich und nachdenklich zugleich macht.

Leseprobe: http://cms.frankfurter-verlagsanstalt.de/img_fva.php?id=1576

Sandra WEIHS

1983 in Klagenfurt geboren, studierte Sozialarbeit im städtischen Raum und lebt in Oberösterreich und Wien. Sie arbeitet mit sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Familien und engagiert sich politisch in ihrer Heimatgemeinde im oberösterreichischen Vöcklamarkt. In ihrem Romandebüt Das grenzenlose Und, ähnlich dem Bestseller von John Green Das Schicksal ist ein mieser Verräter, erzählt sie eine ernste Geschichte, die todtraurig stimmen könnte, wären da nicht der freche Charme und eine große erzählerische Leichtigkeit.

Jürgen-Ponto-Preis 2015

http://www.boersenblatt.net/artikel-fuer_ihr_debuet__das_grenzenlose_und_.992873.html



Ö1: Gert Jonke: Geometrischer Heimatroman (Jung und Jung, 2016)

Ö1 > Kulturjournal * Montag, 07. März 2016, 17:09

Jonkes "Geometrischer Heimatroman" neu aufgelegt

von Michaela Monschein

Ein Kultbuch der literarischen Avantgarde in Österreich wird neu aufgelegt: der "Geometrischen Heimatroman" von Gert Jonke. Heimat kommt nur im Titel vor, und auch andere Erwartungen an einen konventionellen Erzähltext werden nicht erfüllt. In visionärer Weise hat Jonke darin schon vor Jahrzehnten Klimakatastrophe und Überwachungswahn vorausgesehen.

http://oe1.orf.at/programm/430494



Literatour.at - Bov Bjerg: Auerhaus (Blumenbar, 2015)

24. 02. 2016
Musil Museum
Beginn: 19.30 Uhr

Literatour.at: Bov Bjerg liest aus seinem Roman „Auerhaus“ (Blumenbar Verlag, 2015)

Bov Bjerg hat 2001 als Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurses zum ersten Mal im Musil Haus gelesen. Sein Roman „Auerhaus“ wurde in der Dezember-Ausgabe der Sendung „Das Literarische Quartett“ begeistert besprochen:

http://www.zdf.de/das-literarische-quartett/das-literarische-quartett-mit-volker-weidermann-maxim-biller-christine-westermann-und-dem-gast-daniel-cohn-bendit-41059174.html

"Auerhaus" klettert auf Platz 3 der SPIEGEL-Beststeller-Liste Nr. 5/2016 (am 30.01.16 in DER SPIEGEL").

"Auerhaus"

Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth - School - Work - Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf - unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.

http://www.aufbau-verlag.de/index.php/auerhaus.html

Veranstalter: Katholischer Akademikerverband in Kooperation mit dem Robert-Musil-Literatur-Museum

www.literatour.at




Schriftsteller Thomas Köck erhält den Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker

Der aus Oberösterreich stammende Autor Thomas Köck erhält den Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker 2016 für sein Stück "paradies fluten". Der Preis ist mit EURO 7.500 .- dotiert.

http://derstandard.at/2000029288041/Kleist-Foerderpreis-2016-an-oesterreichischen-Autor-Thomas-Koeck

2014 ist Thomas Köck - er war als Stipendiat des 18. Literaturkurses in Klagenfurt zu Gast - mit dem Thomas-Bernhard-Stipendium, welches vom Landestheater Linz alle zwei Jahre vergeben wird. ausgezeichnet worden.

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Thomas KÖCK

Geboren 1986 in Steyr, lebt in Berlin.

Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien. Mitarbeit beim theaterkombinat Wien. Masterstudium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. Studium Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.

Veröffentlichungen (Auswahl)

„# #“, Kurzprosa. In: Keine Delikatessen. Nr. 10. (2007). „Am Randes des Zusammenbruchs“, Kurzprosa. In: Leer[]Stelle. Preise und Auszeichnungen (Auswahl) Osnabrücker Dramatikerpreis für das Theaterstück „Jenseits von Fukuyma“.

Mehr: http://bachmannpreis.eu/de/literaturkurs/stipendiaten/4675




Anke Bosse ist seit Anfang Oktober 2015 neue Chefin des Klagenfurter Musil-Instituts

Das Berufungsverfahren für die Professur "Neuere Deutsche Literatur" konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Frau Univ.-Prof.in Dr.in Anke Bosse hat ihren Ruf an die AAU angenommen und wird mit 1. Oktober 2015 die Leitung des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung / Kärntner Literaturarchivs an der Fakultät für Kulturwissenschaften übernehmen.

http://www.uni-klu.ac.at/musil/inhalt/1.htm

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Kaernten.ORF.at

Anke Bosse übernimmt Musilinstitut

Das Robert-Musil-Institut in Klagenfurt hat mit der deutschen Literaturwissenschafterin Anke Bosse eine neue Leiterin. Sie folgt Klaus Amann nach, der (...) in Pension ging.

http://kaernten.orf.at/news/stories/2742695/

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KleineZeitung.at, 18.08.2015

Anke Bosse wird neue Chefin des Klagenfurter Musil-Instituts

Die in Belgien lehrende Literaturwissenschafterin Anke Bosse (53) wird Nachfolgerin von Klaus Amann am Robert-Musil-Institut in Klagenfurt. Ihr Amtsantritt ist am 1. Oktober.

Anke Bosse wird in diesem Bericht folgendermaßen zitiert: „Wir sind voller Tatendrang und werden unsere Kooperationen mit anderen universitären Einrichtungen, mit dem Musil-Museum im Hause und kulturellen Institutionen in Kärnten und darüber hinaus ausbauen.“

Mehr: http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/4801723/LITERATUR_Anke-Bosse-wird-Chefin-des-MusilInstituts




Anja Bohnhof/Karen Weinert: Abwesenheitsnotizen

Nach über zehn Jahren gibt es nun endlich ein Buch mit den Bildern des Langzeitprojektes „Abwesenheitsnotizen“, an dem die Fotografinnen Anja Bohnhof und Karen Weinert gemeinsam seit 2004 arbeiten.

Die Erstellung der Publikation wurde von Kulturstiftung Sachsen umfangreich gefördert. Signierte Vorzugsausgabe mit Editionsprint in limitierter Auflage sichern > Kontakt und weitere Informationen: mail@k-weinert.de (kurze Rückantwort mit Angabe der Lieferadresse)

Für derzeit 28,00 Euro gibt es (natürlich signiert, inkl. Versand/Übergabe):
Die Publikation Abwesenheitsnotizen 2004–2015 Hardcover mit Halbleinenband, Texte in dt/fr/en, 104 Seiten, 24x30cm
Zudem auch eine Sonderedition mit einem signierten fine art print zur Auswahl stehen drei Motive (siehe unten, in einer Auflage von je nur 12 Stück)in der Größe 30x35cm, zusammen mit dem Buch, für 120,00 Euro

Mehr: http://www.bohnhofphoto.de/


 

DiePresse.com: Rainer Wöss - Was ich lese: Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften

DiePresse.com

RAINER WÖSS: Was ich lese

11.09.2015 | Theater-, Film- und TV-Schauspieler, geboren 1962 in Linz

"Das zunehmend nervöse Zittern der Pfauenfedern auf den Hüten vornehmer Damen, das zu viel, zu wenig, zu laut oder gar nicht Gesagte, das Vibrieren der Luft, die kaum merklichen Vorbeben der kommenden geo- und soziopolitischen Verwerfungen: all das Gegenstand der seismischen Wahrnehmung des noch nicht einmal Antihelden meines Lieblingsbuches, Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil (Rowohlt Verlag). Den ersten Absatz gelesen, laut aufgelacht und – abhängig gewesen. So sehr, dass ichmir die Einkapitelmaximalprotag-Therapie verordnen musste."

http://diepresse.com/home/spectrum/literatur/4819533/Was-ich-lese



Kaernten.ORF.at: Das Musil Haus - Porträt eines Hauses

Kaernten.ORF.at Das Musilhaus - Porträt eines Hauses

Der Klagenfurter Literaturkurs und der „Translatio“, die Verleihung des Staatspreises für literarische Übersetzungen, finden - im Vorfeld der Tage der deutschsprachigen Literatur - im Musil Haus in Klagenfurt statt.

http://bachmannpreis.orf.at/stories/2718146/

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Musil Museum / Kärnten heute vom 25.06.2015 um 19.00 h
[ verfügbar bis zum 01.07.2015 ]

http://tvthek.orf.at/program/Kaernten-heute/70022/Kaernten-heute/10073253/Musil-Museum/10075900



Ö1 - Ambiente * Reisen mit Ö1 >Ingeborg Bachmann in Klagenfurt - von Christina Höfferer

Ö1 - Ambiente * Reisen mit Ö1. Sonntag, 21. Juni 2015
Beginn: 10:05

Reisemagazin, u.a. mit:

- Ingeborg Bachmann in Klagenfurt - Eine Spurensuche von Christina Höfferer
- Sturmflut und Handelsgeschichte: Die holländische Provinz Zeeland. Von Ernst Weber
- Die großen Unbekannten Andalusiens: Jaén mit Úbeda und Baeza. Von Edgar Schütz.

Redaktion: Ursula Burkert

- Jeden Juni huldigt man in Klagenfurt dem geschriebenen Wort auf hohem sprachlichem Niveau, das ist jedenfalls Ingeborg Bachmann zu verdanken. Ihre Spuren in der Stadt ihrer Kindheit hat Christina Höfferer für "Ambiente" aufgezeichnet.

http://oe1.orf.at/artikel/407962



Bayerisches Fernsehen: Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann

Erstausstrahlung:
11.12.2014 / Bayerisches Fernsehen: 22:30 bis 23:15 Uhr LIDO: Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann

Der Film von Angelika Kellhammer zeichnet Bachmanns Lebensstationen nach. Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit einer Frau, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich, die aber, wie die Bachmann-Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos liebte und lebte und die den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz mit einer Alkohol- und Medikamentensucht bezahlte. Erstmals äußert sich auch der Bruder Heinz Bachmann vor der Kamera zu seiner Schwester, führt durch das Haus ihrer Kindheit in Klagenfurt, wo sich noch heute Ingeborg Bachmanns Habe aus ihrer Wohnung in Rom befindet.

Bayerisches Fernsehen - MEDIATHEK: LIDO: Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann: https://www.youtube.com/watch?v=Pcfqyzx6aMA





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KULTURRAUM KLAGENFURT


TOP HIGHLIGHT

Humbert-Fink-Preisträger 2016 steht fest (05.01.2016)

Im kommenden Mai wird zum zweiten Mal der Humbert-Fink-Preis der Stadt Klagenfurt vergeben. Er geht an den Schriftsteller Engelbert Obernosterer. Der Kärntner Schriftsteller Engelbert Obernosterer.

Der Humbert-Fink-Preis, den die Stadt Klagenfurt zum ersten Mal im Jahr 2014 vergeben hat, wird - alternierend mit dem von der Stadt Klagenfurt und dem Land Kärnten verliehenen Gert-Jonke-Literaturpreis - alle zwei Jahre seitens der Stadt ausgerichtet und ist mit 12.000 Euro dotiert. Der Humbert-Fink-Literaturpreis wird an Autoren und Autorinnen, die aus Kärnten stammen und sich über einen längeren Zeitraum hinweg durch ihr literarisches Engagement in der Kärntner Literaturlandschaft einen Namen gemacht haben, vergeben. Er richtet sich an Autoren und Autorinnen, die in deutscher und/oder slowenischer Sprache publizieren. Im Vordergrund steht der Aspekt der sprachkünstlerischen Qualität der Texte.

Erster Preisträger war Antonio Fian, dieses Jahr wird der Kärntner Schriftsteller Engelbert Obernosterer ausgezeichnet.

Der 1936 in St. Lorenzen im Lesachtal geborene Autor feiert im kommenden Jahr seinen 80. Geburtstag und legt ein umfangreiches literarisches Werk vor. Die beiden Juroren, Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap und Büchner-Preisträger Josef Winkler, einigten sich auf den verdienten Literaten, der in satirisch-kritischen Texten seine Heimat beleuchtet.

Juror Josef Winkler skizziert Obernosterers Schaffen wie folgt: „In Büchern wie „Mythos Lesachtal“, „Vom Ende der Steinhocker“, „Die Bewirtschaftung des Herrn R.“ und weiteren zwölf Prosabänden, zuletzt „Der Kampf mit dem Engel“, verkrallt sich Engelbert Obernosterer mit berglerischer Zähigkeit in seine Lesachtaler Herkunft. Sich und seine Familie über Wasser hielt er als Lehrer an verschiedenen Schulen im Gailtal, wo er (seit 1999 in Pension) lebt. Im Buch „Die Mäher und Grasausreißer“ geht es ihm um die Bewahrung des kindlich Magischen, das auch im Erwachsenen nicht erstickt werden soll, in den Schulen aber unbarmherzig dem Moloch der Brauchbarkeit geopfert wird. Überhaupt versuchen viele der „Miniaturen“ genannten kleinen bohrenden Prosastudien Obernosterers zu zeigen, dass die Wohlstandgesellschaft dabei ist, von der stummen menschenfeindlichen Realität sich in die Sprache zu retten, weshalb das Zusammentreffen mit der ungeschönten Realität meist als tragisches Ereignis empfunden wird.“ Engelbert Obernosterers nächstes Buch „Das blaue Dingsda“ (Miniaturen) erscheint im Herbst 2016." Die Preisverleihung erfolgt am 19. Mai um 19.30 Uhr im Robert-Musil-Literatur-Museum durch Bürgermeisterin und Kulturreferentin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz: „Ich gratuliere Engelbert Obernosterer sehr herzlich und freue mich, mit ihm nach dem ersten Preisträger Antonio Fian einen weiteren würdigen Literaten mit dieser Anerkennung der Landeshauptstadt Klagenfurt auszuzeichnen. Besonders freut es mich, dass Obernosterer nach wie vor mit dem wachen Esprit eines kritischen Zeitzeugen seine Gedanken in literarischer Form weitergibt.“

Die Laudatio hält im Rahmen der feierlichen Preis-Übergabe Mag. Katharina Herzmansky, anschließend wird der Preisträger aus seinen Werken lesen.


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Stadttheater Klagenfurt

Der Gott des Gemetzels Schauspiel von Yasmina Reza / Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

Mit einem Stock hat der elfjährige Ferdinand Reille dem gleichaltrigen Bruno Houillé im Park mitten ins Gesicht geschlagen. Die Folgen sind zwei ausgeschlagene Schneidezähne und eine geschwollene Lippe. Die gutsituierten Eltern der Kinder wollen kultiviert und tolerant bei einem Treffen besprechen, wie mit diesem Vorfall umzugehen ist und wie man nun pädagogisch richtig auf die Kinder einwirken soll. Aber schon bei der Schuldfrage sind die Parteien unterschiedlicher Auffassung. Und auch innerhalb der Paarbeziehungen ist man sich uneins, brodelt einiges an Konfliktpotential. Ein Wort gibt das andere und die Situation eskaliert in einem handfesten Streit, in dem sämtliche gesellschaftliche Konventionen über Bord geworfen werden. Yasmina Reza ist die meistgespielte Theaterautorin unserer Zeit.

Mit Kunst gelang ihr 1994 nach einer Karriere als Schauspielerin der Durchbruch als Dramatikerin. Auch in dem weltweit gespielten Stück Der Gott des Gemetzels (2011 verfilmt von Roman Polanski) macht Yasmina Reza mit Bravour erst die dünne Haut der bürgerlichen Fassaden sichtbar und bricht sie dann in bitterböser und pointierter Weise auf. Michael Sturminger inszenierte in Klagenfurt zuletzt mit großem Erfolg Giulio Cesare in Egitto und Amphitryon, sein Film Casanova Variations wurde beim österreichischen Filmpreis im Januar 2016 mehrfach ausgezeichnet. Mit Burgschauspielerin Sabine Haupt, den beiden Nestroy Preisträgern Franziska Hackl und Andreas Patton sowie Roman Blumenschein gastiert ein hochkarätiges Ensemble am Stadttheater Klagenfurt.

http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/produktionen/der-gott-des-gemetzels/

Stadttheater Klagenfurt (0463-65064)

Link: http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de

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AUS DER WELT DER LITERATUR UND DER KÜNSTE

>>> Musil Museum

 

 

 

Loibl Saga > Zeitzeugengespräch (klagenfurter ensemble)

12. Jänner 2016, 19.00

Gespräch mit Johann Kohlenprath: Zeitzeuge aus dem Loibltal/Brodí, Marjan Štikar und Peter Gstettner

Die Leiter oder Die Vergangenheit ist nicht weg

Eine alte Holzleiter als Zwischenlösung im Haus der Familie Kohlenprath in Ferlach - ein alltagspraktisches Ding, welches vom Elternhaus Johann Kohlenpraths im Loibltal/Brodí mitübersiedelt wurde und den Zugang zum oberen Dachboden ermöglicht. Diese zwar alt aber unverdächtig aussehende Leiter könnte allerdings viel erzählen, denn sie stammt aus dem KZ Loibl Nord. Johann Kohlenprath wuchs im Loibltal/Brodí, also nur ein paar Steinwürfe von dem Ort der vielen Grausamkeiten entfernt, auf. Die geschichtliche Aufarbeitung des Krieges war vor allem in Kärnten geprägt von jahrelanger Verdrängung und Verschwiegenheit - nun darf man endlich reden. Wir danken Hanzi Kohlenprath und seiner Tocher Petra Kohlenprath für ihre Bereitschaft, uns an dieser Geschichte teilhaben zu lassen, die so wichtig ist für eine tolerantere und aufgeklärtere Welt.

Begleitend: Bilder von Manfred Bockelmann aus dem Projekt "Zeichnen gegen das Vergessen"

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13., 14., 15., 16. Jänner 2016 jeweils 20.00

Loibl-Saga

Ermordung, Verfolgung und Solidarität im Konzentrationslager Loibl-Nord in Kärnten, erzählt von den Frauen aus Brodí

Text: Erwin Riess Regie, Dramaturgie, Übersetzung: Marjan Štikar

Eine Produktion des klagenfurter ensemble mit dem Verein rož
NNtheaterHALLE 11 Messeplatz 1 9020 Klagenfurt Reservierungen: 0463 310300 oder theater@klagenfurterensemble.at

Reservierung: 0463 310300 oder theater@klagenfurterensemble.at